Ratgeber · KI

KI-Texte auf der Website: Wann sie helfen – und wann Google abstraft

Google verbietet KI-Texte nicht. Google bestraft, was massenhaft und ohne Eigenleistung entsteht. Der Unterschied ist entscheidend.

15. September 20262 Min. LesezeitRedaktion SAB-IT

Kaum ein Thema wird so oft falsch wiedergegeben. Die Kurzfassung: Google bewertet nicht, wie ein Text entstanden ist, sondern ob er hilfreich ist. Was abgestraft wird, ist massenhaft produzierter Inhalt ohne eigenen Beitrag – unabhängig davon, ob ihn eine Maschine oder ein billiges Textbüro geschrieben hat.

Woran Google generische Texte erkennt

Nicht an einer geheimen KI-Erkennung, sondern am Verhalten und am Inhalt: Texte, die dasselbe sagen wie hundert andere, keine eigenen Beispiele enthalten, keine Zahlen aus der Praxis, keine Position. Besucher merken das in wenigen Sekunden und gehen zurück zur Suche. Genau dieses Verhalten ist das Signal.

Der Test, den jeder Text bestehen muss

Stellen Sie eine einzige Frage: Steht in diesem Text etwas, das nur wir schreiben können? Ein konkreter Fall aus einem Auftrag, eine Zahl aus einem Projekt, eine Meinung, die auch anecken kann. Wenn nein, wird der Text nicht ranken – egal wie sauber er formuliert ist.

Wo KI beim Schreiben tatsächlich hilft

  • Struktur. Aus Stichworten eine sinnvolle Gliederung machen – dafür ist sie ausgezeichnet.
  • Erste Fassung. Nicht als Endprodukt, sondern als Material zum Überarbeiten.
  • Verständlichkeit. Fachtext in Kundensprache übersetzen, ohne dass die Aussage kippt.
  • Kürzen. Die Disziplin, die den meisten am schwersten fällt.
  • Titel und Beschreibungen. Zwanzig Varianten in einer Minute, davon ist eine brauchbar.

Wo es gefährlich wird

Erfundene Fakten. KI formuliert falsche Angaben genauso überzeugend wie richtige. Auf einer Firmenwebsite ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein Haftungsrisiko – besonders bei Preisen, Fristen, Normen und rechtlichen Aussagen.

Massenproduktion. Vierzig Ortsseiten nach demselben Muster, „Sanitär in Ostermundigen", „Sanitär in Köniz". Das ist genau das Muster, das Google als Missbrauch einstuft – und es trifft dann die ganze Domain, nicht nur die betroffenen Seiten.

Immer derselbe Ton. Wenn alle Texte gleich klingen, klingen sie nach niemandem. Ihre Sprache ist ein Unterscheidungsmerkmal; geben Sie es nicht ohne Not ab.

Unser Vorgehen

Wir nutzen KI als Werkzeug, aber jeder Text, der auf eine Kundenwebsite geht, hat einen Menschen gesehen, der die Sache versteht. Der Aufwand verschiebt sich vom Schreiben zum Prüfen – und wer diesen Schritt streicht, spart genau an der Stelle, an der es später weh tut.

Passende Leistung von SAB-ITKI-SichtbarkeitAnsehen

Fragen zu Ihrem Fall?

Schildern Sie uns kurz Ihre Situation. Wir sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist, auch wenn die Antwort «nichts tun» lautet.

AnrufenWhatsAppAnfrage