Ratgeber · Website

Kontaktformular oder Telefonnummer? Was KMU-Besucher wirklich klicken

Die meisten Websites machen es dem Besucher schwer, genau das zu tun, wofür er gekommen ist.

24. September 20262 Min. LesezeitRedaktion SAB-IT

Eine KMU-Website hat genau eine Aufgabe: aus einem Besucher eine Anfrage machen. Alles andere – Design, Texte, Bilder – dient diesem Zweck. Und genau an diesem Punkt scheitern erstaunlich viele Seiten an Kleinigkeiten.

Beides, aber nicht gleichzeitig gleich laut

Handwerk, Notfalldienste, Beratung: Hier gewinnt fast immer das Telefon. Wer ein tropfendes Rohr hat, füllt kein Formular aus. Bei erklärungsbedürftigen Leistungen mit längerer Entscheidungszeit – Umbau, Software, Versicherung – gewinnt das Formular, weil man abends um 22 Uhr niemanden anrufen will.

Die Regel: Bieten Sie beides an, aber entscheiden Sie sich pro Seite, was der auffälligere Weg ist.

Die Telefonnummer, die niemand nutzt

Auf dem Handy muss die Nummer ein Link sein, der beim Antippen den Anruf startet. Eine Nummer als Bild oder als reiner Text bedeutet: markieren, kopieren, wechseln, einfügen. Das machen die wenigsten. Ebenso wichtig: Die Nummer gehört in den sichtbaren Bereich ganz oben, nicht nur in die Fusszeile.

Formulare: jedes Feld kostet Anfragen

Jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die Zahl der abgeschickten Formulare. Firma, Anrede, Adresse, PLZ, Ort, Wunschtermin, „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?" – all das können Sie im Gespräch klären. Für den ersten Kontakt reichen Name, Erreichbarkeit und Anliegen. Drei Felder statt neun ist oft der Unterschied zwischen Anfrage und Abbruch.

Was nach dem Absenden passiert, entscheidet mit

  • Eine sichtbare Bestätigung. Nicht ein kleiner grauer Text, sondern eine klare Rückmeldung: Ihre Anfrage ist angekommen, wir melden uns innert 24 Stunden.
  • Eine Bestätigungsmail. Sie beruhigt und liefert dem Kunden Ihre Kontaktdaten in seinem Posteingang.
  • Ein zweiter Empfangsweg. Anfragen dürfen nicht nur in einem Postfach landen. Wenn eine Mail im Spam hängen bleibt, ist die Anfrage weg – und Sie erfahren nie davon. Wir speichern Anfragen deshalb zusätzlich in einem Portal.

Die Prüfung, die Sie heute machen sollten

Nehmen Sie Ihr Handy, öffnen Sie Ihre Website wie ein Fremder und versuchen Sie, in unter zehn Sekunden Kontakt aufzunehmen. Wenn Sie scrollen, zoomen oder suchen müssen, wissen Sie, woran Sie zuerst arbeiten. Und füllen Sie danach Ihr eigenes Formular einmal aus – Sie wären überrascht, wie viele Betriebe dabei feststellen, dass seit Monaten nichts ankommt.

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