Ratgeber · Website

Was eine Website für ein Schweizer KMU wirklich kosten darf

Zwischen 500 und 50 000 Franken ist alles im Angebot – und beides kann seriös sein. Woran Sie erkennen, was Sie wirklich bezahlen.

2. September 20262 Min. LesezeitRedaktion SAB-IT

Die häufigste Frage im Erstgespräch ist auch die unangenehmste: Was kostet das? Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an – aber nicht auf das, was die meisten vermuten. Nicht die Anzahl Seiten treibt den Preis, sondern die Anzahl Entscheidungen, die jemand für Sie treffen muss.

Die drei Preisklassen, die es tatsächlich gibt

Baukasten in Eigenregie. Sie klicken selbst zusammen, zahlen ein Abo und investieren Ihre eigene Zeit. Rechnen Sie mit zwei bis vier Arbeitstagen, bis etwas Vorzeigbares steht. Für einen Einzelbetrieb, der vor allem gefunden werden will, kann das reichen.

Handgebaute Website vom Dienstleister. Jemand nimmt Ihr Geschäft auf, schreibt die Texte mit Ihnen, gestaltet, baut und bringt die Seite live. Der Preis entsteht zu 70 Prozent aus Gesprächen, Konzept und Text – nicht aus dem Programmieren.

Website mit Funktion dahinter. Buchung, Login-Bereich, Preisrechner, Anbindung an Ihre bestehende Software. Hier wird aus einer Website eine kleine Anwendung, und der Aufwand richtet sich nach der Logik, die dahinterliegt.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

  • Kein Festpreis. Wer nur einen Stundensatz nennt, verlagert das gesamte Risiko auf Sie.
  • Die Domain läuft nicht auf Sie. Ein Klassiker. Bei einem Wechsel wird die Domain dann plötzlich zum Druckmittel.
  • Der Unterhalt fehlt im Angebot. Eine Website ist kein Möbelstück. Ohne Updates, Backups und Überwachung ist sie nach zwei Jahren ein Sicherheitsrisiko.
  • Texte sind „vom Kunden zu liefern". Das klingt harmlos, ist aber der häufigste Grund, warum Projekte monatelang liegen bleiben.

Die Kosten, die niemand erwähnt

Zum Projektpreis kommen laufende Posten: Domain, Hosting mit SSL-Zertifikat, Backups, Updates und – falls Sie E-Mail-Adressen mit Ihrer Domain nutzen – die Postfächer. Diese Positionen sind klein, aber sie kommen jedes Jahr. Lassen Sie sie sich vor der Unterschrift beziffern, nicht danach.

Unsere Faustregel

Eine Website muss sich rechnen. Wenn ein einziger zusätzlicher Auftrag pro Jahr die Investition deckt, ist der Preis richtig – unabhängig davon, ob er bei 2000 oder bei 12 000 Franken liegt. Rechnen Sie also nicht in Franken pro Seite, sondern in Anfragen pro Jahr.

Und lassen Sie sich den Preis vorher schriftlich geben. Wir arbeiten ausschliesslich mit Festpreisen: Wenn wir uns verschätzen, ist das unser Problem, nicht Ihres.

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